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Schmerzen nach der Operation

"Ein Indianer kennt keinen Schmerz" - sicher kennen auch Sie diesen Spruch noch aus Ihren Kindertagen. Doch nach einer Operation ist es meist nicht sinnvoll den Schmerz "auszuhalten".

Wenn der Körper Schmerzen meldet, schränkt die Muskulatur bestimmte Bewegungen ein und „blockiert“ damit Gelenke, was zu Folgeproblemen führen kann.

Scheuen Sie sich deshalb nicht, für eine kurze Phase nach der OP schmerzlindernde Medikamente einzunehmen. Damit beugen Sie auch der Entstehung einer chronischen Schmerzkrankheit vor. Fragen Sie Ihren Arzt nach dem für Sie passenden Präparat.

Weiterhin werden Medikamente zur Entzündungshemmung und zur Stabilisierung des Mineralienhaushalts/Elektrolythaushalts eingesetzt.

Durch Kälte wird die Nervenleitgeschwindigkeit herabgesetzt, was zur Schmerzlinderung führt. Ein kurzer Kältereiz bis 5 Minuten bewirkt eine Gefäßverengung und einen leichten Anstieg des Blutdrucks.

Wichtig zu wissen: Eis verkleinert keine Schwellung - es verhindert nur das Entstehen oder Vergrößern einer Schwellung. Es wirkt aber entzündungshemmend und lindert akute Schmerzen.

Deshalb können Sie Eis gezielt nach Belastungen oder zur Schmerzreduktion einsetzen.

Kühlen - aber nicht eiskalt!

Dies ist das Prinzip der sogenannten Kryotherapie, die zur Schmerzlinderung eingesetzt wird. Und so funktioniert's: Die auf die Haut auftreffende Temperatur sollte zwischen 6 und 8 °C (Hot Ice) liegen und nicht länger als 12 Minuten einwirken. Dann ist wieder 3 Minuten Raumtemperatur angesagt. Diesen Wechsel mehrmals wiederholen.

Die notwendige Kühlung können Sie mit Eiswasser erreichen oder auch mit Geräten, die das Wasser in der optimalen Kühltemperatur halten. Manche Geräte kombinieren die Kühlung mit pulsierender Kompression. Diese Methode hat sich als besonders effektiv erwiesen.

Der Polar Cup kühlt Verletzungen kontinuierlich, anders als Coolpacks, die sich schon nach kurzer Zeit erwärmen. Die Handpumpe lässt das Wasser aus dem Wasserbehälter, der mit Eiswürfeln und Wasser gefüllt ist, zirkulieren und leitet so das optimal temperierte Wasser in die Kühlmanschette.

Das Eiswasser kühlt angenehm und der Wasserdruck sorgt für eine gleichmäßige Kompression an den jeweiligen Körperteilen. Die Schmerzen werden
reduziert und Schwellungen vermieden. Es gibt Kühlmanschetten als Zubehör für jedes Körperteil.

Elektrische Muskelstimulation

EMS ist die Abkürzung für Elektrische Muskelstimulation; eine Therapie, um die normale Muskelfunktion nach Immobilität oder Verletzung wieder herzustellen. Sanfte elektrische Impulse lassen den unbeweglichen Muskel kontrahieren (anspannen) und verhelfen ihm dadurch wieder zu mehr Kraft. Wenn Sie diese Methode einsetzen, dann achten Sie darauf, dass die Elektroden richtig angebracht sind, so wie in der Abbildung gezeigt.

Mit einem entsprechenden Elektrotherapiegerät können Sie auch andere schwache Muskeln in Ihrem Körper stärken, Muskelverspannungen lösen oder über das TENS-Programm Schmerzen lindern. Mehr zu Elektrotherapiegeräten >