Fussverletzungen
Die klassische Achillessehnenruptur ist meist ein überlastungsbedingter Schaden bei dynamischen Sportarten.
Demzufolge sind überdurchschnittlich häufig sportlich aktive Menschen von einem Achillessehnenriss betroffen. Es zeigt sich eine Häufung bei sportlich aktiven Männern im Alter von 30 bis 50 Jahren. Bei dem Riss der Achillessehne handelt es sich um ein indirektes Trauma, das von den Betroffenen meist als Schlag oder Tritt gegen die Ferse empfunden wird. Oft verspürt der Patient einen scharfen messerstichartigen Schmerz, der oft mit einem lauten Knall verbunden ist. An der entsprechenden Rissstelle ist zunächst eine Delle tastbar, darüber
hinaus kann auch der Fuß-Zehenstand nicht mehr ausgeführt werden. Die bevorzugte Abrissstelle für spontane Rupturen ist in über 90% der Fälle die so genannte Sehnentaille die sich ca. 2-4 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein befindet.
Eine Verstauchung oder Distorsion entsteht, wenn die Gelenkstrukturen gegeneinander verschoben werden. Diese Verschiebung geschieht durch Gewalteinwirkung, die die Gelenkflächen über das normale Maß hinaus voneinander trennen. Die Trennung ist aber nur vorübergehend. Wenn die Gewalteinwirkung beendet ist, kehren die Gelenkstrukturen in ihren Ausgangszustand zurück. Schmerzen und Schwellung sind die typischen Anzeichen einer Distorsion. Denn durch die kurzzeitige Trennung der Gelenkflächen können erhebliche Verletzungen an der Gelenkkapsel und am Bandapparat entstehen.
Je nach Schwere der Verletzung fallen die Symptome unterschiedlich stark aus.
Die Verletzungen von Fuß und Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Verletzungen überhaupt.
Da sich an den Füßen mehr als ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers befinden, sind diese Verletzungen vielschichtig und betreffen oft auch die dazwischen liegenden Gelenke.
Hauptursachen für einen Bruch des Fußes sind ein Unfall auf unebenen Wegen, ein Sturz oder eine Verletzung beim Sport.
Bei Sprüngen aus großer Höhe, beispielsweise von einer Leiter, kann es zu einer Stauchung kommen, die schließlich einen Bruch des Fersenbeins verursacht.
In Deutschland treten pro Jahr zwischen 40.000 und 50.000 Frakturen des oberen Sprunggelenks auf. Das sind 10 Prozent aller Frakturen. Meist entstehen sie durch ein indirektes Trauma (Umknicken), seltener
durch ein direktes Trauma. Ein Bruch des Außenknöchels zählt neben der Knieverletzung zu den häufigsten Sportverletzungen. Ältere Menschen erleiden öfter als junge Menschen eine Fraktur des Außenknöchels.
Die Außenknöchelfraktur wird durch das Umknicken des Fußes verursacht. In den meisten Fällen werden die Bänder des Sprunggelenks ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Typische Anzeichen einer Sprunggelenksfraktur
sind starke Schmerzen bei Druck und Bewegung sowie eine Schwellung, manchmal auch ein sichtbarer Bluterguss über dem Innen- und Außenknöchel.